DAS ELTERN-BÜNDNIS WEITERFÜHRENDE SCHULE

SMARTPHONE-FREIE KLASSE

Viele Eltern wünschen sich einen späteren Smartphone-Start für ihre Kinder. Zusammen wird aus diesem Wunsch eine echte Option.

WICHTIGER HINWEIS: Das Erreichen einer vollständig smartphonefreien Klasse ist natürlich ideal. Gleichzeitig gibt es bereits eine sehr wirksame und oft deutlich einfacher umsetzbare Alternative: die gezielte Zusammenfassung von Kindern ohne eigenes Smartphone in einer Klasse. Lest hier bald mehr > 

Das Eltern-Bündnis weiterführende Schule
Was ist das Eltern-Bündnis? Im Eltern-Bündnis einigen sich Eltern darauf, ihren Kindern in der 1. und 2. Klasse der weiterführenden Schule kein eigenes Smartphone zu geben. Dieses gemeinsame Commitment wirkt gegen Gruppendruck und entlastet Kinder wie Eltern.
Wie entsteht eine smartphone-freie Klasse? Kann das funktionieren?
Die Antwort lautet "JA" , es braucht allerdings wirklich engagierte Eltern und strategische, frühe Vorarbeit.
Hier das Video einer Mutter eines deutschen Gymnasiums in Wentorf, die es geschafft hat, eine smartphone freie Klasse für ihre Tochter zu organisieren. Zum Video >
Leitfaden smartphone-freie Klasse - So läuft es idealerweise ab:

1. Früh ins Gespräch kommen
Beginnt schon in der Grundschule, am besten ab Klasse 3. Wenn Eltern früh miteinander sprechen, kann eine gemeinsame Idee wachsen – ganz ohne Druck.

2. Gleichgesinnte Eltern finden
Allein ist es schwer, gemeinsam wird es leicht. Vernetzt euch mit Eltern, die ähnlich denken – schulübergreifend, im Elternchat, im Verein oder in bestehenden Communities. Je mehr Eltern sichtbar Interesse zeigen, desto eher reagieren Schulen offen. Ganz wichtig: wirklich frühzeitig eine Eltern-Gruppe in der Smartphone-freie Kindheit Community bilden. So können sich Eltern für die Smartphone freie Klasse finden. Hier geht's zu unserer SFK Eltern-Community > 

Wenn viele Eltern bei Infoabenden oder Tagen der offenen Tür gezielt nach einer Klasse ohne eigenes Smartphone fragen, wird klar: Das Thema bewegt.

3. Schule frühzeitig ansprechen
Geht rechtzeitig auf Schulleitung oder Unterstufenkoordination zu – idealerweise ein Jahr vor dem Schulwechsel. Erklärt: In jeder neuen 5. Klasse gibt es Kinder ohne Smartphone. Vereinzelte Kinder fühlen sich damit schnell außen vor. Werden sie bewusst in einer Klasse gebündelt, entsteht etwas ganz anderes: Gemeinschaft, Rückhalt und ein fairer Start für alle.

4. Vorlagen anbieten
Macht es der Schule leicht. Bietet Vorlagen A: für eine unverbindliche Interessenabfrage bei der Einschreibung und B: die freiwillige Elternvereinbarung - das Eltern-Bündnis an. So muss niemand bei null anfangen.

5. Betonen: Kein Risiko für die Schule
Eine unverbindliche Abfrage bedeutet für die Schule keinerlei Verpflichtung. Sie dient ausschließlich dazu festzustellen, ob ausreichend Interesse besteht. Kommt keine eigene Klasse zustande, bleibt alles wie gehabt – oder Kinder ohne Smartphone können zumindest gemeinsam einer Klasse zugeordnet werden. Diese geringe Verbindlichkeit senkt die Einstiegshürde erheblich.

Ein möglicher Zwischenschritt: Die Schule fragt bei der Anmeldung anonym ab, ob Kinder bereits ein Smartphone haben, eines bekommen sollen oder bewusst keines haben werden. So zeigt sich schnell, ob genügend Familien für eine smartphone-freie Klasse zusammenkommen könnten.

6. Sichtbarkeit schaffen
Bittet die Schule, das Angebot bei Infoveranstaltungen zu erwähnen. So erreichen alle Eltern rechtzeitig die gleiche Information. Für Schulen kann das ein absolut positives Merkmal sein.

7. Anmeldung einfach halten
Eine zusätzliche Auswahlmöglichkeit im Anmeldeformular reicht oft aus, z. B.:
„Ich möchte mein Kind für eine smartphonefreie Klasse (1./2. Klasse Unterstufe) anmelden, sofern diese zustande kommt.“
Verbunden mit einer freiwilligen Selbstverpflichtung der Eltern, dem Kind bis zu einem vereinbarten Zeitpunkt kein eigenes Smartphone zu geben.

8. Haltung zeigen und andere ermutigen
Erzählt von der Idee – in der Schule, im Freundeskreis, im Sportverein. Und steht klar dazu. Wer Haltung zeigt, gibt anderen Mut, sich ebenfalls anzuschließen.

Stellt euch den Moment vor, in dem ihr eurem Kind sagen könnt:
„Du kommst in eine Klasse, in der alle Kinder ohne Smartphone starten – niemand ist damit allein.“
Das ist echte Entlastung. Für die Kinder UND für die Eltern.

 
Hinweis zum Datenschutz:
Die Daten der Eltern und Schüler:innen werden selbstverständlich nur innerhalb der Schule verarbeitet.

Bleibt dran. Ihr könnt das schaffen!
Hinweis zu den Inhalten auf dieser Seite: Besonderen Dank an unsere Schwester, die deutsche Eltern-Initiative Smarterstartab14. Danke, dass wir uns an Euren best practice Beispielen orientieren und uns textlich an Euch anlehnen dürfen!

WAS IHR WEITER TUN KÖNNT:


Zu Whatsapp einladen

Vergrößert Eure Whatsapp Schulgruppe. Ladet Eltern ein, Teil der "Smartphone freie Kindheit" Community zu werden. Einen Bewusstseinswandel können wir nur herbeiführen, wenn möglichst viele Eltern informiert sind, über die schädliche Wirkung der Smartphones. Hier findet ihr eine Textvorlage, die ihr zum Versenden per Mail oder Whatsapp nutzen könnt:


Elternabend veranstalten

Einen Elternabend veranstalten?! Das klingt erstmal nach viel Arbeit. ABER wir unterstützen Euch! Einen kleinen SFK-Vortrag halten, ist mit unserer Elternpräsentation ganz einfach. Immer eine gute Idee: Mitglieder des Elternvereins, vielleicht sogar interessierte Lehrer mit ins Boot holen. Hier findet ihr schon bald die "SFK-Elternpräsentation 2025":


Plakate, Flyer selbst drucken

Macht "Smartphone Freie Kindheit Österreich" an Eurer Schule oder an Orten der Öffentlichkeit bekannt. Es geht ums Weitersagen, ums Teilen, ums Eltern sensibilieren für das wichtige Thema. Hier findet ihr Vorlagen für Flyer und Plakate, zum Selbst-Ausdrucken:


Der Schuldirektion schreiben

Ihr möchtet das Thema "SFK" bei der Schulleitung platzieren?! Prima: Unsere Erfahrung zeigt: Gerade von Lehrerseite wird eine konstruktive Auseinandersetzung mit dem Thema begrüßt. Hier ein Email-Mustertext für den Versand an die Schulleitung: